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Schüler in Ostdeutschland häufiger ohne Abschluss

Den traurigen Rekord hält das mecklenburgische Wismar: Dort ging fast ein Viertel der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss ab. (Symbolbild)Großansicht

Gütersloh (dpa) - Ostdeutsche Jugendliche verlassen die Schule im Schnitt häufiger ohne Hauptschulabschluss als ihre Altersgenossen im Westen. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung hervor.

In den neuen Ländern liegt die Quote der Schüler ohne einen solchen Abschluss zwischen rund 18 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 9,4 Prozent in Thüringen. Im Westen liegen die Werte deutlich niedriger: Sie verteilen sich zwischen knapp 9 Prozent in Hamburg und 5,6 Prozent in Baden-Württemberg. Die am Freitag in Gütersloh veröffentlichte Untersuchung erfasst die Zahlen aus dem Jahr 2008.

Den traurigen Rekord hält das mecklenburgische Wismar. Hier ging fast ein Viertel der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss ab. Am besten stehen die bayerischen Landkreise Würzburg und Eichstätt da. Hier waren es lediglich rund zweieinhalb Prozent. Bundesweit hatten 65 000 Schulabgänger (7,5 Prozent) im Jahr 2008 keinen Abschluss.

Der Untersuchung zufolge ist die Situation von Förderschülern besonders alarmierend. Je nach Bundesland erreichen demnach zwischen 57 und 97 Prozent von ihnen keinen Hauptschulabschluss. Die Folge: Mehr als die Hälfte der Jugendlichen, die 2008 die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen haben, stammt nach der Studie aus Förderschulen. Knapp 27 Prozent besuchten die Hauptschule, die übrigen 20 Prozent verteilten sich auf andere Schulformen.

Bildung
08.10.2010 · 12:43 Uhr
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