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Schröder will Familienpflegezeit noch in 2010

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will ihr Modell zur Familienpflegezeit noch in diesem Jahr umsetzen. (Symbolbild)

Berlin (dpa) - Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will ihr Modell zur Familienpflegezeit noch im laufenden Jahr 2010 umsetzen. «Ich will die Familien-Pflegezeit bis Ende des Jahres», sagte Schröder der «Bild»-Zeitung (Samstag).

Für ein Pflegegeld ähnlich dem Elterngeld sehe sie derzeit jedoch angesichts der finanziellen Engpässe keinen Spielraum.

Schröders Modell sieht vor, dass Arbeitnehmer ihre Angehörigen bei halber Arbeitszeit pflegen können und dabei drei Viertel ihres Gehalts beziehen. Später sollen die Arbeitnehmer dann wieder voll arbeiten, bekämen aber für einen ebenso langen Zeitraum weiterhin nur drei Viertel des Gehalts. Derzeit ist es schon möglich, sich für sechs Monate unbezahlt für eine Pflegezeit freistellen zu lassen.

Von Sozialverbänden sowie aus der Wirtschaft und der Opposition gibt es Kritik an Schröders Vorstoß. Für die Pflege- und Sozialverbände sind Lohnverzichte während der Pflegezeit nicht akzeptabel. Aus der Wirtschaft kam der Einwand, das Schröder-Modell sei zu kompliziert und zu teuer für die Arbeitgeber.

Soziales / Pflege
24.07.2010 · 09:37 Uhr
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