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Schottischer Justizminister verteidigt Begnadigung von Lockerbie-Attentäter

Edinburgh (dts) - Der schottische Justizminister Kenny McAskill hat die Begnadigung des verurteilten Lockerbie-Drahtziehers Abdelbeset Ali Mohmed al Megrahi heute in einer Krisensitzung des schottischen Parlaments verteidigt. "Das schottische Rechtssystem sieht Strafen, aber auch Mitgefühl vor", sagte McAskill. Der zu lebenslanger Haft verurteilte Megrahi war in der vergangenen Woche aus gesundheitlichen Gründen begnadigt worden. Die 57-jährige Libanese leidet an Prostatakrebs im Endstadium, Ärzte geben ihm nur noch wenige Wochen zu leben. Bei dem Lockerbie-Attentat wurde 1988 ein Sprengsatz an Bord eines Flugzeugs über der schottischen Stadt gezündet. Bei dem Anschlag sind insgesamt 270 Menschen, davon 189 Amerikaner getötet worden. Für internationale Empörung hatte auch der Empfang in Libyen gesorgt, bei dem Hunderte dem Begnadigten zugejubelt hatten. In den USA wird unterdessen im Internet vereinzelt zu einem Boykott gegen Schottland auf allen Ebenen aufgerufen.
Schottland / Terrorismus
24.08.2009 · 16:25 Uhr
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