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Scholz-Konzept für ausländische Abschlüsse

Scholz: «Wir können es uns nicht leisten, die Ressourcen und Qualifikationen, die Zuwanderer aus ihren Herkunftsländern mitbringen, brachliegen zu lassen».Großansicht
Berlin (dpa) - Im Ausland erworbene Berufsabschlüsse sollen in Deutschland anerkannt werden. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) legte dazu ein eigenes Konzept vor.

Wie er am Dienstag in Berlin erläuterte, sollen alle Zuwanderer einen Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren und Bewertung der im Ausland erworbenen beruflichen und akademischen Abschlüsse erhalten. Wer sich um eine Anerkennung bemühe, solle binnen drei Monaten Klarheit darüber haben, welche Qualifikation wie anerkannt werden kann.

«Wir können es uns nicht leisten, die Ressourcen und Qualifikationen, die Zuwanderer aus ihren Herkunftsländern mitbringen, brachliegen zu lassen», sagte Scholz. Deutschland brauche gut qualifizierte Fachkräfte. «Es darf nicht sein, dass ein Ingenieur als Taxifahrer oder eine ausgebildete Ärztin als Putzfrau arbeiten muss, weil ihre Qualifikation bei uns nicht anerkannt wird.»

Vor knapp zwei Wochen hatten die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung sowie die Ministerien für Wirtschaft, Bildung und Inneres ähnliche Eckpunkte vorgestellt. Es handelt sich um ein Vorhaben für die nächste Legislaturperiode. In Deutschland leben etwa eine halbe Million Menschen mit ausländischem Hochschulabschluss. Hinzu kommen Fachkräfte aus Handwerk und Industrie.

Migration / Arbeitsmarkt
30.06.2009 · 12:45 Uhr
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