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Schneiderhan: Ex-Generalinspekteur, loyaler Diener

Wolfgang SchneiderhanGroßansicht
Berlin (dpa) - Wolfgang Schneiderhan hat sich immer als Diener des Staates verstanden - 43 Jahre lang. Mit dem Bild eines mächtigen Befehlshabers hatte der heute 63-Jährige als Generalinspekteur und damit ranghöchster Soldat wenig gemein.

Der gelernte Panzeroffizier aus Schwaben galt in seiner Amtszeit als warmherzig und nahbar selbst für Rekruten. Auch Kritiker lobten seine Geradlinigkeit.

Schneiderhan war der dienstälteste Generalinspekteur seit Einführung des Amtes 1957. Er übernahm den Posten 2002 unter Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD). Den Umbau der Bundeswehr zu einer Armee im Einsatz gestaltete er maßgeblich mit.

Immer wieder stellte sich der Vier-Sterne-General hinter die Soldaten im Einsatz - und hinter die wechselnden Verteidigungsminister verschiedener Parteien. 2008 erlaubte ihm Ressortchef Franz Josef Jung (CDU), über das bei Generalen übliche Ruhestandsalter von 62 Jahren hinaus im Amt zu bleiben. Nach dem von der Bundeswehr angeforderten, verheerenden Luftangriff bei Kundus erklärte Schneiderhan, er habe keinen Grund daran zu zweifeln, dass der örtliche Kommandeur Georg Klein militärisch angemessen gehandelt habe. Im Zuge der Informationspannen nach dem Angriff drängte ihn der neue Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) im November 2009, seine Entlassung einzureichen.

Konflikte / Untersuchungsausschuss / Afghanistan
19.03.2010 · 22:53 Uhr
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