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Schmuddelwetter: Weiße Weihnacht fiel ins Wasser

Grau-weiße WeihnachtGroßansicht
Hamburg (dpa) - Durchwachsene Weihnachten: Graues Schmuddelwetter in weiten Teilen Deutschlands und Europas, ein frühlingshaftes Fest im Südosten Europas und ein bisschen zu viel Weiß in Teilen der USA: Die Feiertage haben den Menschen sehr unterschiedliches Wetter beschert.

In Deutschland fiel der Traum von weißer Weihnacht fast überall ins Wasser. Schneereste in den Tieflagen hatten kaum etwas Feierliches. Ein Sturmtief in der Nacht zum zweiten Feiertag richtete in Nord- und Ostdeutschland einige - aber kaum schlimme - Schäden an. Im Harz erreichte der Wind jedoch immerhin Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach berichtete.

Bei Überschwemmungen in der Slowakei starb ein Mensch, Wassermassen richteten schwere Schäden an. Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. In der Mittel- und Ostslowakei hatten Schneeschmelze und Regenfälle Flüsse und Bäche über die Ufer treten lassen.

Das «sonnige Spanien» machte seinem Ruf zu Weihnachten keine Ehre. Fast im ganzen Land herrschte an den Feiertagen regnerisches Wetter. In der Provinz Cádiz verursachten zwei Tornados Schäden, als sie Bäume entwurzelten und Dächer abdeckten. In der Region Andalusien gab es Erdrutsche, die Flughäfen der Kanarischen Inseln La Palma, La Gomera und El Hierro waren vorübergehend wegen Sturms geschlossen.

Ganz anders dagegen war es zum Beispiel in Bulgarien und Griechenland. Hier gab es zu Weihnachten warmes Frühlingswetter mit Werten bis zu 21,1 Grad plus. Damit wurde im bulgarischen Wraza ein Rekordwert für einen 25. Dezember verzeichnet, berichteten Medien am Samstag. Auch in Griechenland herrschten Temperaturen um die 20 Grad Celsius. Viele Menschen waren im Zentrum Athens im T-Shirt unterwegs.

Vor allem der mittlere Westen der USA war derweil im Griff von schweren Schneestürmen mit eisigen Temperaturen. Bis zum Abend des zweiten Feiertags erwarteten Meteorologen etwa in North Dakota mehr als 30 Zentimeter Schnee. Die Temperaturen fielen auf bis zu minus 36 Grad. Betroffen waren auch die Bundesstaaten Oklahoma, Kansas, South Dakota sowie Minnesota. Seit Dienstag kamen mehr als 20 Menschen bei Autounfällen auf glatten Straßen ums Leben. Hunderte Flüge fielen aus, oft wurden auch Weihnachtsgottesdienste abgesagt.

Ganz andere Verhältnisse auf der sommerlichen Südhalbkugel: In Australien kam eines der besten Weihnachtsgeschenke für dürregeplagte Bauern vom Himmel: Kräftiger Regen durchnässte die ausgetrockneten Böden. Von der Ostküste 600 Kilometer landeinwärts regnete es so heftig wie seit zehn Jahren nicht mehr.

In Deutschland bleibt es in den kommenden Tagen unbeständig und nasskalt. Vor allem im Norden soll es «zwischen den Jahren» ungemütlich werden. Mit neuem Schneefall ist laut Vorhersage des DWD nur noch in Regionen zu rechnen, die höher als 400 Meter liegen. Der Rest muss sich Anfang der Woche auf Regen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt einstellen. An der Nordsee sind Sturmböen möglich.

Wetter / Weihnachten
26.12.2009 · 16:03 Uhr
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