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Schicksal entführter Deutscher weiter unklar

Soldaten im JemenGroßansicht
Sanaa (dpa) - Auch einen Monat nach ihrer Entführung im Jemen ist das Schicksal einer fünfköpfigen Familie aus Sachsen und eines britischen Ingenieurs unklar. Es werde weiter nach den Verschleppten gesucht, sagte der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh am Samstag in der Hauptstadt Sanaa.

Die Familie war zusammen mit dem Briten sowie zwei deutschen Frauen und einer Koreanerin am 12. Juni in der Provinz Saada im Nordwesten des Jemen entführt worden. Drei Tage nach dem Kidnapping waren die Leichen der beiden jungen Frauen aus Niedersachsen sowie der Koreanerin gefunden worden.

«Jemenitische Sicherheitskräfte setzen ihre intensiven Anstrengungen in Zusammenarbeit mit der deutschen Seite fort, um die Geiselnahme zu beenden», zitierte eine jemenitische Nachrichtenagentur den Präsidenten. Saleh habe sich mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in einem Telefonat abgestimmt. Er habe Steinmeier gesagt, die Entführer würden gejagt, um sie festzusetzen und sie vor Gericht zu bringen, wo sie eine abschreckende Strafe erhalten sollten. Die Sicherheitskräfte würden die Berge und Wüsten der Provinz Saada sowie drei Nachbarprovinzen durchkämmen.

Bisher hat sich niemand zu der Entführung bekannt. Rebellen hatten vergangene Woche die Regierung bezichtigt, diese versuche, ihnen das Verbrechen in die Schuhe zu schieben. Die offiziellen Stellen würden überhaupt nicht ernsthaft nach den Vermissten suchen. Die Ermittlungen würden durch Streitereien zwischen dem örtlichen Chef der «Politischen Polizei» und dem Gouverneur behindert.

Kriminalität / Entführungen / Jemen / Deutschland
12.07.2009 · 09:43 Uhr
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