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Schicksal der im Jemen Entführten weiterhin offen

Berlin/Sanaa (dts) - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat heute den Tod von zwei deutschen Frauen im Jemen bestätigt. Zuvor hatte Südkorea den Tod der vermissten südkoreanischen Frau bestätigt. Die Umstände des Todes der drei Entführten seien unklar, so Steinmeier. Die Bundesregierung tue alles, um die anderen Vermissten "heil nach Hause zu bringen". Das Schicksal der fünf weiteren entführten Deutschen und von einem Briten im Jemen ist weiter ungewiss. An der Suchaktion beteiligen sich sowohl Stammesangehörige, Regierungstruppen als auch Rebellen. Auch ein deutsches Ermittlerteam ist vor Ort. Lokale Medien hatten am Montag widersprüchlich mal von zwei lebend gefundenen Kindern berichtet, mal davon, dass alle Geiseln tot sein sollen. Sicherheitsexperten befürchten im Fall der zwei getöteten deutschen Geiseln einen Mord aus religiösen Motiven. Das schreibt der "Tagesspiegel" in seiner morgigen Ausgabe unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die beiden Frauen Anita G. und Rita S. waren Mitglieder des strenggläubigen, christlichen Vereins "Bibelschule Brake" in Nordrhein-Westfalen und arbeiteten als Praktikantinnen der niederländischen Hilfsorganisation "Worldwide Services" in einem Krankenhaus in Saada im Norden Jemens. Es sei deshalb nicht auszuschließen, dass die Frauen als fromme Christinnen aufgefallen waren und deshalb getötet wurden. Die Ermordung weiblicher Geiseln sei eigentlich untypisch, "üblich ist vielmehr, dass als erstes Männer umgebracht werden", sagte ein Sicherheitsexperte. Schon lange wird davor gewarnt, christliche Missionen, gerade in islamischen Ländern, durchzuführen, da diese hoch riskant seien.
DEU / Jemen / Entführung
16.06.2009 · 23:51 Uhr
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