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Schavan zieht gute Pisa-Bilanz - aber nicht am Ziel

Ergebnisse zu PISA 2009 - SchavanGroßansicht

Berlin (dpa) - Deutschland ist beim Pisa-Test aus Sicht von Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) noch nicht am Ziel - trotz deutlich besserer Ergebnisse. «Wir sind dem Ziel der Bildungsrepublik Deutschland ein größeres Stück nähergekommen», sagte Schavan am Dienstag in Berlin.

Die Qualität des Bildungssystems sei besser geworden, was vor allem ein Verdienst der Lehrer sei. Es müsse aber noch mehr getan werden. Sie schlug einen Drei-Punkte-Aktionsplan vor. Die Programme zur Leseförderung müssten weiterentwickelt werden. Nötig seien auch Bildungsketten bis zum Berufsabschluss und lokale Bildungsbündnisse um Schulen herum.

Der jüngste Pisa-Test ergab, dass die Lesefähigkeit der 15- jährigen Schüler in Deutschland spürbar besser geworden ist. Seit dem Jahr 2000 sei Deutschland von 484 auf 497 Pisa-Punkte gestiegen. Der Abstand zu den Spitzenländern ist nach Ansicht der Pisa-Macher aber nach wie vor beträchtlich. Bei Mathe gibt es große Fortschritte.

«Wir haben jetzt mehr Gleichheit in unserem Bildungssystem als vor zehn Jahren», sagte der Sprecher der deutschen PISA-Forscher, Eckhard Klieme. Die Unterschiede sozialer Herkunft hätten sich deutlich verringert. Der Anteil schwacher Leser sei von 22,6 Prozent auf 18,5 Prozent gesunken, die Quote ganz schwacher Leistungen habe sich nahezu halbiert von 10 auf 5 Prozent. Vor allem Schüler mit ausländischen Wurzeln hätten sich beim Lesen verbessert.

«Deutschland ist aufgestiegen - aufgestiegen aus der zweiten in die erste Liga. Aber von der Champions League ist Deutschland noch weit entfernt», sagte der Leiter des Berliner Büros der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Heino von Meyer. Nötig seien mehr Training und mehr Integration statt Ausgrenzung.

Bildung / Schulen / Pisa
07.12.2010 · 12:45 Uhr
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