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Schavan: Studiengebühren sind gerecht

Protest gegen StudiengebührenGroßansicht
Hamburg (dpa) - Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat mit Unverständnis auf die Studenten-Proteste gegen Studiengebühren reagiert. Studiengebühren seien international üblich und auch gerecht, sagte sie dem «Hamburger Abendblatt».

Niemand spreche in Deutschland darüber, dass Handwerker zum Erwerb des Meistertitels viel Geld ausgeben müssen. «Warum sollten Akademiker die Einzigen sein, die bis zum Tag des Examens nichts zahlen?», fragte die Ministerin. Zudem wies sie Forderungen nach grundlegenden Veränderungen der Bologna-Reform zurück.

«Die Bologna-Reform ist ein großes internationales Projekt, das für Studierende in Deutschland große Chancen bietet», sagte Schavan. «Korrekturen sind beschlossen und werden umgesetzt, aber eine Generalrevision wird es nicht geben.»

Die Ministerin kündigte zugleich eine deutsche Forschungsoffensive zum Schutz des Weltklimas an. Die Bundesregierung sei bereit, in den nächsten sechs Jahren rund zwei Milliarden Euro in Klima- und Nachhaltigkeitsforschung zu investieren, sagte Schavan. «Das wird ein Schwerpunkt unserer Forschungspolitik.» Ein entsprechendes Rahmenprogramm werde sie in wenigen Wochen vorstellen.

Bundesregierung / Bildung / Hochschulen
24.12.2009 · 10:52 Uhr
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