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Scharfe Töne in Atomstreit: «Hetzer», «Unmensch»

Berlin/Lingen (dpa) - «Hetzer», «Unmensch» - der Streit um längere Laufzeiten für Deutschlands Atomkraftwerke hat die Wortwahl zwischen den Parteien radikalisiert.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe bezeichnete SPD-Chef Sigmar Gabriel als «schäbigen Hetzer». SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles warf ihm daraufhin vor, er bediene sich im «Wörterbuch des Unmenschen». Gabriel hatte zuvor Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Atomdebatte Käuflichkeit vorgeworfen. «Die Kanzlerin verkauft die Sicherheit der Bevölkerung, indem sie marode und alte Atomkraftwerke länger laufen und sich dafür Geld geben lässt», sagte er der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». Merkel selbst forderte am Sonntag in der ARD: «Herr Gabriel sollte seine Worte gut wägen.»

Gröhe warf dem SPD-Vorsitzenden vor, er radikalisiere die politische Debatte im Land und unterstütze damit diejenigen, die das politische System insgesamt verächtlich machen wollten. SPD- Generalsekretärin Andrea Nahles nannte ihrerseits Gröhes Äußerung «beschämend für eine einstmals stolze Partei wie die CDU». Der Generalsekretär glaube offenbar, «Anleihen beim Wörterbuch des Unmenschen nehmen zu müssen». CDU-Parteichefin Merkel müsse jetzt klarmachen, «dass das nicht die neue Sprache der Union ist.»

Parteien / CDU / SPD
29.08.2010 · 21:51 Uhr
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