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Scharfe Kritik an General Motors nach geplatztem Opel-Verkauf

Berlin (dts) - Die Entscheidung des US-Autobauers General Motors (GM) gegen einen Verkauf von Mehrheitsanteilen am deutschen Autobauer Opel an den Autozulieferer Magna ist scharf kritisiert worden. "Ein solcher Umgang mit den Arbeitnehmern acht Wochen vor Weihnachten ist in keiner Weise hinnehmbar", sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Die Entscheidung sei daher "völlig inakzeptabel". GM müsse nun schnellstmöglich Pläne zur Restrukturierung des Unternehmens vorlegen. Zudem müsse der Konzern die Brückenfinanzierung von 1,5 Milliarden Euro zurückzahlen. Auch die Gewerkschaft IG Metall zeigte sich bestürzt über die Entscheidung von GM. "Das ist ein unglaublicher Vorgang, 50.000 Beschäftigte in Europa einer monatelangen, nervenaufreibenden Hängepartie auszusetzen und am Ende eine nicht nachzuvollziehende Kehrtwende zu machen", sagte Gewerkschaftschef Berthold Huber. Der Bezirksleiter der IG Metall in NRW, Oliver Burkhard, kündigte in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" Protestaktionen gegen die GM-Entscheidung an. Unterdessen hat der Opel-Betriebsrat die Angestellten zu Warnstreiks aufgerufen. Opel selbst sprach in einer Stellungnahme von einer "entscheidenden Rolle im globalen GM-Verbund". Opel werde "als strategischer Unternehmensteil bei GM gesehen", allerdings sei eine "Klärung der sich jetzt ergebenden offenen Fragen äußerst wichtig".
DEU / Automobilindustrie
04.11.2009 · 10:26 Uhr
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