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Schäuble stärkt Kontrollen gegen Schwarzarbeit

Kampf gegen SchwarzarbeitGroßansicht
Berlin (dpa) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will stärker gegen die wieder zunehmende Schwarzarbeit und gegen Mindestlohn-Verstöße vorgehen.

Die zuständige Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) wird personell aufgestockt und erhält in diesem Jahr 200 zusätzliche Planstellen, bestätigte ein Sprecher des Finanzministeriums am Dienstag einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Damit steigt die Zahl der FKS-Fahnder auf rund 6700 Mitarbeiter.

Hintergrund für die Verstärkung ist auch die Ausweitung des Mindestlohns auf weitere Branchen. Die Überwachung der Bestimmungen für Lohnuntergrenzen gehört neben dem Kampf gegen illegale Beschäftigung zu den wichtigsten Aufgaben der FKS.

Für dieses Jahr erwarten Experten in Folge der Wirtschaftskrise einen weiteren Anstieg von Schwarzarbeit. Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Tübingen rechnet mit einer Zunahme zwischen sechs und zehn Milliarden Euro auf knapp 360 Milliarden Euro. Damit wäre etwa jeder siebte Euro illegal erwirtschaftet.

Eine ähnliche Größenordnung hatten kurz zuvor der Linzer Ökonom Prof. Friedrich Schneider und der Heidelberger Experte Prof. Lars Feld genannt. Sie erwarten, dass der Umfang der Schattenwirtschaft in diesem Jahr um sieben bis neun Milliarden Euro zunimmt. Im vergangenen Jahr war er im Vergleich zu 2008 nach ihren Berechnungen um fünf Milliarden auf insgesamt 352 Milliarden Euro gestiegen.

Arbeitsmarkt / Kriminalität
26.01.2010 · 15:51 Uhr
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