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Schäuble: Investoren wenig an EFSF interessiert

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Berlin/Baden-Baden (dpa) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat eingeräumt, dass das Interesse privater Anleger am Euro-Rettungsschirm EFSF hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Im Südwestrundfunk (SWR) sagte Schäuble, die Investoren erwarteten offensichtlich höhere Garantien für ihr Engagement. Die Eurozone könne dieser Unsicherheit begegnen, indem die Krisenländer ihre Schulden glaubhaft abbauten und die Wettbewerbsfähigkeit aller Volkswirtschaften gestärkt werde.

Schäuble kritisierte, die Verhandlungen vor allem mit Griechenland über das neue Rettungspaket könnten schneller gehen. Wenn die Ursachen der Schuldenkrise nicht beseitigt würden, «helfen alle Rettungsschirme der Welt nicht», sagte der Finanzminister. Die europäische Währung brauche eine Fiskalunion, damit alle Länder sich garantiert an die vereinbarten Regeln hielten. Großbritannien zieht als bisher einziges EU-Land nicht mit.

EFSF-Chef Klaus Regling hatte in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass die Euro-Länder für eine Beteiligung von mehr privaten Investoren vermutlich 30 Prozent statt nur 20 Prozent solcher Kredite absichern müssten.

EU / Finanzen
09.01.2012 · 23:08 Uhr
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