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Sawahiri will Revolutionäre an Al-Kaida binden

Al-Kaida-Chefideologie Al-Sawahiri sucht den Anschluss an die Revolutionäre des «arabischen Frühlings» - und wettert gegen die USA.Großansicht

Istanbul (dpa) - Das Terrornetz Al-Kaida sucht einen Monat nach dem Tod ihres Anführers Osama bin Laden den Schulterschluss mit den arabischen Revolutionären.

Der Chefideologe der Terroristen, Eiman al-Sawahiri, erklärt in einer Videobotschaft, die am Mittwoch auf Islamisten-Websites veröffentlicht wurde: «Unseren Brüdern in Ägypten, Libyen, Tunesien und Syrien sagen wir, dass wir den gleichen Kampf führen wie sie - gegen Amerika.»

Die libyschen Aufständischen warnte er davor, sich auf ein «Tauschgeschäft» mit den Nato-Staaten einzulassen. Es sei falsch, sich auf die Luftangriffe der Nato zu verlassen. Die Libyer sollten sich selbst bewaffnen, forderte Al-Sawahiri.

Den potenziellen Selbstmordattentätern unter den Al-Kaida-Anhängern riet er, keine Anschläge auf Märkte, Moscheen und andere öffentliche Orte mehr zu verüben. Beobachter der Terrorszene vermuten, dass vor allem die Anschläge auf Zivilisten im Irak dem Ansehen der Al-Kaida in Islamistenkreisen in den vergangenen Jahren sehr geschadet hat.

An die Adresse der USA, die Bin Laden Anfang Mai in seinem pakistanischen Versteck getötet hatten, sagte der Ägypter: «Ihr habt Euch über den Tod von Saddam Hussein gefreut und dann habt Ihr den Irak den Gotteskriegern überlassen, (...) jetzt freut Ihr Euch über den Märtyrertod von Scheich Osama bin Laden, den Gotteskrieger, aber auch dies werdet Ihr bereuen.» Wütend äußerte er sich darüber, dass die US-Regierung die Leiche Bin Ladens im Meer versenkt hatte. «Doch seine wahre Grabstätte ist in den Herzen von Millionen», fügte er hinzu.

Al-Sawahiri bekräftigte die Allianz mit dem Taliban-Anführer Mullah Omar und rief die Pakistaner auf, ihre Regierung zu stürzen. Die Jemeniten warnte er davor auf den Vorschlag der arabischen Golfstaaten für einen friedlichen Machtwechsel in Sanaa einzugehen.

Zu den weiteren Zielen von Al-Kaida in der Post-Bin-Laden-Ära sagte Al-Sawahiri in dem knapp halbstündigen Video: «Wir werden unseren Heiligen Krieg in Kaschmir, auf den Philippinen, in Pakistan, Tschetschenien, im Irak und Palästina fortsetzen.» Al-Sawahiri trägt in dem Video einen sehr langen Bart, einen weißen Turban und ein einfaches weißes Gewand. Neben ihm an der Wand lehnt eine Schusswaffe.

Terrorismus / Al-Kaida
08.06.2011 · 15:16 Uhr
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