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Sarrazin-Idee: Keine Hausaufgaben - kein Kindergeld

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Wiesbaden (dpa) - Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin hat die Kürzung des Kindergelds vorgeschlagen, wenn Schüler ihre Hausaufgaben nicht machen.

«Zweimal Hausaufgaben nicht gemacht, Kindergeld um 50 Prozent gekürzt», sagte der für provokante Äußerungen bekannte Berliner Ex-Finanzsenator am Dienstagabend auf einer Diskussionsveranstaltung in Wiesbaden. «Was meinen Sie, was auf einmal die Hausaufgaben gemacht werden.»

Vor Beginn des Unterrichts solle kontrolliert werden, ob die Kinder die Hausaufgaben erledigt haben. «Und wenn sie sie nicht gemacht haben, werden die Eltern zitiert», sagte Sarrazin und forderte zugleich von den Lehrern die Vergabe von Hausaufgaben auch für das Wochenende.

Auf Einladung des hessischen Integrationsministers Jörg-Uwe Hahn (FDP) diskutierte Sarrazin über die Chancen und Grenzen von Integration. Dabei verteidigte er auch seine umstrittenen, von manchen als rassistisch verstandenen Äußerungen über Ausländer. «Ob das gelungen war oder nicht, es hat gewirkt», sagte der 65-Jährige.

In einem Interview hatte er unter anderem gesagt: «Eine große Zahl an Arabern und Türken (...) hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel.» Wegen dieser Aussagen läuft in der Berliner SPD ein Ausschlussverfahren gegen Sarrazin. Die Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen.

Die heftigen Reaktionen seien für ihn unerwartet gewesen, sagte Sarrazin. Wenn er sich die Wirkung anschaue, habe dies jedoch für die bundesweite Debatte etwas Positives. «Wenn man das dann einmal gemacht hat, darf man sich jetzt auch nicht wegducken.» 

Parteien / Personalien / Integration
10.03.2010 · 18:29 Uhr
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