News
 

Sarrazin fordert Kopftuchverbot an Schulen

SarrazinGroßansicht
Berlin (dpa) - Der umstrittene Bundesbank-Vorstand und frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) ist mit seiner Forderung nach einem Kopftuchverbot in Schulen auf Kritik gestoßen. Die Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth forderte Sarrazins Entlassung aus dem Vorstand der Bundesbank.

«Sarrazin ist in einem öffentlichen Amt längst nicht mehr zu rechtfertigen und gehört deshalb von der Bundesbank endlich gefeuert», erklärte Roth am Sonntag in einer Pressemitteilung.

Sarrazin hatte Kopftücher als «Symbol des Machtanspruchs des Mannes über die Frau» bezeichnet. «Ich würde Kopftücher im Unterricht untersagen. Sie sind kein religiöses Symbol, sondern ein politisches», zitierte die «Bild»-Zeitung Äußerungen Sarrazins auf einer Podiumsdiskussion. Demnach forderte er außerdem eine Zuzugsbegrenzung für Ausländer und einen stärkeren «Integrationsdruck» für in Deutschland lebende Ausländer.

Badr Mohammed, Präsidiumsmitglied der Islamkonferenz, bezeichnete Sarrazin in einem Bericht der «Berliner Morgenpost» (Sonntag) als «gefährlichen Prediger auf der christlichen Seite». Erst im Oktober hatte Sarrazin mit Äußerungen zur Integrationspolitik Empörung ausgelöst. In einem Interview sagte Sarrazin, er müsse niemanden anerkennen, der diesen Staat ablehne und ständig neue «kleine Kopftuchmädchen» produziere.

Ausländer / Integration / Bundesbank / Berlin
13.12.2009 · 15:33 Uhr
[12 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
23.01.2017(Heute)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen