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Sarkozy nähme einen Verlust der Top-Bonität gelassen

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Foto: Jacques Brignon/ArchivGroßansicht

Paris (dpa) - Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy steht einem möglichen Verlust der Bestnote AAA durch die Rating-Agenturen zwar besorgt, aber durchaus gelassen gegenüber.

«Sollten sie uns herunterstufen, werden wir einen kühlen Kopf bewahren», sagte Sarkozy in einem Interview der Tagezeitung «Le Monde» (Dienstagsausgabe). Was zähle sei die Glaubwürdigkeit der französischen Wirtschaftspolitik und die Strategie zur Reduzierung der Haushaltsausgaben. Die Herabstufung wäre zwar ein Problem mehr, sie sei jedoch nicht unüberwindbar, erklärte Sarkozy weiter. In den vergangenen Tage haben Ratingagenturen wie Moody's und Standard & Poor's den Franzosen mit dem Entzug des Triple A gedroht.

Sarkozy kündigte an, dass die rechtlichen Aspekte des neuen Vertrags über eine Fiskalunion ohne Großbritannien zügig ausgearbeitet werden. Dies solle in den nächsten 15 Tagen geschehen, sagte Sarkozy in einem auf der Internetseite von «Le Monde» veröffentlichten Interview.

Die beim EU-Gipfel in der vergangenen Woche beschlossene Fiskalunion sei die Chance zu einem anderen Europa. «Ein anderes Europa ist dabei zu entstehen, das der Euro-Zone, in dem die Schlüsselworte gemeinsame Wirtschaftspolitik, Haushalts- und Fiskalregeln heißen», sagte Sarkozy.

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Interview
EU / Finanzen / Frankreich
12.12.2011 · 15:12 Uhr
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