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Sarah Palin liebäugelt mit Präsidentenamt

Die Republikanerin Sarah Palin (Archivfoto) hat zum ersten Mal Ambitionen gezeigt, nächste Präsidentin der USA zu werden.Großansicht
Washington (dpa) - Sarah Palin, ehemalige Kandidatin für das Amt des US-Vizepräsidenten, hat erstmals Ambitionen gezeigt, Präsidentin der USA zu werden. Entsprechende Äußerungen, die die 45-Jährige in einem Interview mit dem TV-Sender Fox News gemacht hat, wurden am Montag von mehreren US-Sendern zitiert.

Sie erwäge, bei der nächsten Wahl anzutreten, «wenn ich der Ansicht wäre, dass dies das Richtige für unser Land und für die Familie Palin wäre».Es wäre für sie absurd, nicht zu überlegen, wie sie dem Land helfen könne, sagte die ehemalige Gouverneurin des Bundesstaats Alaska dem Sender Fox-News. «Ich werde die Tür nicht schließen, die mir vielleicht künftig offenstehen könnte», sagte Palin, die 2008 an der Seite des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain angetreten war.

Bereits seit einiger Zeit wird spekuliert, dass die erzkonservative Politikerin Interesse an einer eigenen Kandidatur hat. Palin hatte dies bislang aber niemals klar zugegeben. Sie hatte im vergangenen Jahr überraschend ihren Posten als Gouverneurin aufgegeben. Nach Veröffentlichung ihrer Bestseller-Memoiren «Going Rogue» war sie in erster Linie in eigener Sache unterwegs, um Werbung für ihr Buch zu machen. Im Januar wurde Palin auch noch Kommentatorin des konservativen Senders Fox News.

Die Politikerin reihte sich schließlich auch in die rechts- konservative «Tea-Party-Bewegung» ein, die Präsident Barack Obama zu Fall bringen will. Am Samstag war sie beim ersten Kongress der Bewegung in Nashville (Tennessee) als Hauptrednerin aufgetreten. Palin warf der Obama-Regierung unmoralische Politik vor und drohte ihr mit massivem Widerstand. Die Politik des Demokraten sei ein Jahr nach Amtsbeginn gescheitert. Obama gefährde die Sicherheit Amerikas. Immer wieder warf Palin dem Präsidenten vor, nicht scharf genug gegen Terroristen und Staaten wie den Iran vorzugehen.

Regierung / USA
09.02.2010 · 15:56 Uhr
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