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Sandsturm behindert Bergungsarbeiten nach Massenkarambolage auf A19

Rostock (dts) - Nach der Massenkarambolage auf der A19 bei Rostock sind die Bergungsarbeiten durch aufgewirbelten Ackerstaub behindert worden. Die mehreren hundert Rettungskräfte hatten bis zum Freitagabend zehn Tote geborgen. Etwa 100 Personen seien verletzt, die Zahlen könnten allerdings noch steigen.

"Das ist der schlimmste Verkehrsunfall, den Mecklenburg-Vorpommern je erlebt hat", sagte Polizeisprecherin Yvonne Burand. "Man weiß nicht, wo das eine Wrack anfängt und das andere aufhört." Ein Sandsturm hatte am Mittag eine Massenkarambolage auf der vierspurigen Autobahn ausgelöst. Rund 80 Autos waren ineinander gerast, darunter mehrere Lastwagen. Einige Fahrzeuge waren bis zu 50 Meter weit von der Fahrbahn geschleudert worden. Ein tonnenschwerer Gefahrguttransporter war umgekippt und hatte mehrere PKW unter sich begraben. Unbestätigten Berichten zufolge sei der Laster mit Mineralölprodukten beladen gewesen. Infolge der Zusammenstöße waren Feuer ausgebrochen, die zudem vom anhaltenden Sturm angefacht wurden. Etwa 20 Fahrzeuge brannten aus. Der Sand sei wie eine Wand über die Autobahn gefegt, berichten Augenzeugen. Teilweise habe die Sicht unter zwei Metern gelegen. Die Sichtbedingungen verbesserten sich gegen Abend zunehmend, vollständig legte sich der Sturm aber nicht.
DEU / MVP / Straßenverkehr / Unglücke
08.04.2011 · 21:07 Uhr
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