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Sächsischer Finanzminister: Politik funkt zu sehr in Märkte hinein

Dresden (dts) - Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) hat die Finanzmärkte gegen Kritik aus der Politik verteidigt. "Man kann nicht einfach nur `die Märkte` kritisieren", sagte Unland der "Zeit". "Der Markt, wie immer man ihn definiert, ist der einzig verlässliche Kontrollmechanismus, den die Volkswirtschaft hat. Das Problem ist, dass die Politik zu sehr in die Märkte hineinfunkt; dass sie ihre Regularien teilweise außer Kraft gesetzt hat."

Die Finanzkrise sei noch nicht überstanden, so der CDU-Politiker, denn die Grundprobleme seien noch nicht gelöst: "Mein Gefühl sagt mir: Da kommt noch etwas auf uns zu." Besorgt äußerte sich Unland zu der Tatsache, dass der Abstand zwischen West- und Ostdeutschland, was die Wirtschaftsleistung angeht, nicht geringer werde - "obwohl wir in Sachsen schon sehr viel Geld in Bildung, Forschung und Infrastruktur investieren! Die Angleichung wird mindestens noch eine oder zwei Generationen dauern", sagte Unland, der seit 2008 Finanzminister in Sachsen ist. "Die Vorstellung, man könne in wenigen Jahren mit dem Westen gleichziehen, ist illusorisch."
DEU / Wirtschaftskrise / Finanzindustrie
25.07.2012 · 11:02 Uhr
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