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Sachsens Kultusminister Wöller rügt Parteifreunde bei Bildungspolitik

Dresden (dts) - Sachsens Kultusminister Roland Wöller (CDU) hat die mangelnde Bereitschaft seiner Parteifreunde gerügt, Verantwortung für die Bildungspolitik zu übernehmen. "Es ist alarmierend, dass die CDU diese Kernkompetenz immer mehr aufgibt. Es gibt nur noch drei CDU-Kultusminister in Deutschland", sagte Wöller im Interview des Nachrichtenmagazins "Focus".

"Das reicht gerade mal zum Skatspielen." Zuletzt hatte die CDU in Sachsen-Anhalt das Ministerium der SPD überlassen. Er könne "nur bedauern, dass die CDU in den Ländern nicht entschiedener kämpft", so Wöller. Schließlich gehe es darum, das nächste Jahrzehnt bildungspolitisch vorzubereiten. Dazu brauche es auch Kompetenz in den Ländern. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe "die Bildungsrepublik Deutschland ausgerufen, aber die braucht dann auch Gesichter". Wer Qualitätsentwicklung verkünde, müsse auch liefern. "In der Verpflichtung steht die Union." Wöller leitet gemeinsam mit Bundesforschungsministerin Annette Schavan die CDU-Kommission "Bildung". Die CDU will Wöller zufolge auf ihrem Bundesparteitag in Leipzig im November einen Sprung nach vorn machen und auf die Herausforderungen reagieren. Als einen Ansatzpunkt nannte der Landesminister in "Focus": "Bund und Länder sollten eine Lehrer-Exzellenzinitiative anstoßen." Die Lehrerausbildung sei oft das fünfte Rad am Wagen in den Fakultäten. Zudem empfänden sich angehende Lehrer "oft als Akademiker zweiter Klasse".
DEU / SAC / Parteien / Bildung
15.04.2011 · 08:35 Uhr
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