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S&P startet Rundumschlag gegen Europas Banken

Die Ratingagentur Standard & Poor's droht den Banken eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Foto: Justin LaneGroßansicht

London (dpa) - Nach Europas Staaten attackiert die US-Ratingagentur S&P nun Europas Banken. In einem Rundumschlag stellte Standard & Poor's etliche große Kreditinstitute unter verschärfte Beobachtung («CreditWatch»), darunter auch die Deutsche Bank und die Commerzbank.

Weitere Banken sollen folgen. Ihnen droht damit genauso wie ihren Heimatländern eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit, was wiederum die Refinanzierung erschweren würde.

Der Schritt ist die logische Folge aus der Ankündigung von S&P vom Montag, die Ratingeinstufung von 15 Euroländern wegen der schwelenden Schuldenkrise zu überprüfen. Deutschland oder auch Frankreich könnten dabei ihre Topbonität von «AAA» verlieren. Entscheidend ist nun der Ausgang des EU-Gipfels am Donnerstag und Freitag, wo Lösungen für die Schuldenkrise gefunden werden sollen.

S&P erhöhte den Druck auf Europas Politiker am Mittwoch noch zusätzlich durch die Warnung, möglicherweise auch die sehr gute Kreditwürdigkeit («AAA») der Europäischen Union um eine Stufe abzusenken. S&P hat nun 90 Tage Zeit, eine Entscheidung zu fällen. Ein gutes Rating ist die Voraussetzung dafür, dass sich Staaten oder auch Firmen zu günstigen Konditionen frisches Geld am Kapitalmarkt besorgen können.

Banken / Finanzen / Rating / USA
07.12.2011 · 21:46 Uhr
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