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RWE: Müssen weit über 50 Prozent abgeben

Berlin (dpa) - Die Atomindustrie muss nach eigenen Berechnungen in den nächsten Jahren deutlich über 50 Prozent ihrer Gewinne aus den längeren Laufzeiten abgeben.

Deutschlands zweitgrößter Stromkonzern RWE wies am Dienstag erneut Angaben des Freiburger Öko-Instituts zurück, dass nur 25 Prozent der Laufzeitgewinne abgeschöpft würden.

RWE rechnet so: An der Börse liegt der Preis für Grundlaststrom derzeit bei rund 5 Cent je Kilowattstunde. Die Vollkosten in einer abgeschriebenen Atomanlage betragen 2 bis 3 Cent. Die neue Atomsteuer des Bundes kostet die Konzerne 1,5 Cent. Hinzu kommen die Zahlungen der Betreiber für den Erneuerbare-Energien-Fonds sowie die Kosten für die Nachrüstung der Anlagen. Unter dem Strich sei die Differenz zum Börsenpreis - also die Gewinnspanne - nicht mehr groß.

Ein RWE-Sprecher sagte: «Daraus ergibt sich eine Belastung weit über 50 Prozent. Außerdem muss das, was bleibt, auch versteuert werden.»

Energie / Atom
07.09.2010 · 22:50 Uhr
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