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RWE-Chef kritisiert Bundesregierung wegen Atomausstieg

Essen (dts) - RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann hat den Atomausstieg der Bundesregierung kritisiert. In einem Interview der "Bild-Zeitung" (Mittwochausgabe) sagte Großmann: "Die Frage nach der Berechenbarkeit muss man bei dieser Bundesregierung nicht nur in Energiethemen stellen. Andere Länder beweisen, dass man dieses Thema ruhiger und sachlicher behandeln kann."

Auf die Frage, ob er sich von Bundeskanzlerin Merkel fair behandelt fühlt, sagte der RWE-Chef: "Würde der DFB über die Zukunft des deutschen Fußballs entscheiden, ohne die Champions-League-Vereine mit einzubinden? Offenbar will man in Deutschland eine Energiezukunft ohne die international agierenden Energiekonzerne." Großmann warnte vor den Folgen des Atomausstiegs: "Wir machen Experimente mit der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft - mit ungewissem Ausgang. Darüber mache nicht nur ich mir Sorgen." Zur von der Bundesregierung geplanten Kaltreserve von drei Kernkraftwerken sagte der RWE-Chef: "Über die Machbarkeit dieser sogenannten Kaltreserve muss mit der Regierung gesprochen werden, Offenbar sind die Stromnetze mit weniger Kernenergie aber nicht so stabil, wie das häufig behauptet wird. Die Kernenergie wird weiter gebraucht, um die Versorgung sicherzustellen." Es werde auch nach dem Atomausstieg weiter Kernenergie-Strom in Deutschland verbraucht werden. "Dieser stammt dann nur nicht aus deutschen Kernkraftwerken", so Großmann.
DEU / Unternehmen / Energie
01.06.2011 · 00:07 Uhr
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