Russland: Inhaftierte Punk Band "Pussy Riot" bitten Dmitri Medwedew um Hilfe
Die inhaftierten Mitglieder der Punk-Band "Pussy Riot" haben einen Brief mit einer Bitte um Hilfe an den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew gesandt. Die Gruppe war nach einer Aufführung eines unzüchtigen Musikstücks in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale festgenommen worden.
Nadeschda Tolokonnikova und Maria Alehina schreiben in dem Brief, dass sie Medwedew als ein Garant der russischen Verfassung ansehen, und bitten ihn die Rechtmäßigkeit der Strafsache gegen die Bandmitglieder zu überprüfen.
Medwedew antwortete in einem Fernsehinterview und meinte, dass er sich als Präsident nicht zu den gerichtlichen Aspekten des Falls äußern kann, auch will er sich nicht in die Belange der Justiz einmischen. Den Mädchen der Punk-Band drohen wegen der Aktion bei Verurteilung bis zu sieben Jahren Haft.