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Russland forciert Wirtschaftsspionage

Solarzellen-Produktion in Deutschland: Russische Nachrichtendienste interessieren sich offenbar verstärkt für europäische Energieinteressen. (Symbolbild)Großansicht
Berlin (dpa) - Deutschland ist in den vergangenen Jahren nach Informationen des Bundesamtes für Verfassungsschutz verstärkt ins Visier russischer Wirtschaftsspionage gerückt.

«Nach unseren Beobachtungen haben die russischen Nachrichtendienste durch den veränderten Informationsbedarf ihrer Regierung ihre Bemühungen, die deutsche Wirtschaft illegal auszuforschen, in den letzten Jahren intensiviert», sagte der Leiter der Spionageabwehr beim Bundesamt für Verfassungsschutz, Burkhard Even, der «Welt am Sonntag».

Der Energiesektor spiele dabei eine herausragende Rolle. So unterstützten die Nachrichtendienste russische Unternehmen bei ihrem Versuch, im deutschen Energiesektor Fuß zu fassen, sagte Even. Interesse bestehe vor allem an Informationen über alternative und regenerative Energien, Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz, europäische Energieinteressen sowie die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland in der aktuellen Krise.

«Betroffen sind nicht nur Konzerne, sondern auch vermehrt kleine und mittelständische Unternehmen», sagte Even. «Wir appellieren deshalb an die Firmenleitungen, sich noch intensiver als bislang mit dem Thema Schutz vor Wirtschaftsspionage zu beschäftigen.»

Spionage / Deutschland / Russland
20.06.2009 · 11:22 Uhr
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