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Russische Behörden vermuten Terroristen hinter Anschlägen auf U-Bahn

Moskau (dts) - Nach den Anschlägen auf zwei U-Bahnstationen in Moskau gehen die russischen Behörden derzeit von einen terroristischen Hintergrund aus. Die Moskauer Staatsanwaltschaft sprach von Selbstmordanschlägen, beschuldigte aber keine Gruppierung genauer. In russischen Medien war unterdessen von linksradikalen Extremisten die Rede. In der Vergangenheit hatten tschetschenische Rebellen wiederholt russische Einrichtungen angegriffen. Während der Moskauer Hauptverkehrszeit hatten sich heute Morgen gegen 8 Uhr Ortszeit Explosionen in zwei U-Bahnstationen ereignet. Die erste hatte dabei die Haltestelle "Lubyanka" in der Innenstadt getroffen. Nach letzten Angaben kamen hier mindestens 23 Menschen ums Leben, 18 weitere wurden verletzt. Der Haltepunkt liegt unter dem Gebäude des russischen Geheimdienstes FSB und ist nur wenige hundert Meter vom Kreml entfernt. Rund 45 Minuten später ereignete sich in der U-Bahnstation "Park Kultury" die zweite Explosion. Dabei starben mindestens 12 Personen, 15 Menschen wurden verletzt. Die Wucht der Detonationen habe jeweils etwa zwei Kilogramm Dynamit entsprochen, erklärte der Moskauer Staatsanwalt Yuri Semin. Die Polizei hat infolge der Anschläge die Sicherheitsmaßnahmen erhöht und Personenkontrollen gestartet.
Russland / Zugverkehr / Terrorismus / Gewalt
29.03.2010 · 09:38 Uhr
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