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Rumänien und Frankreich wollen keine Vermittler

Bukarest (dpa) - Rumänien und Frankreich wollen für ihre Probleme mit den Roma-Rückführungen keine Vermittler. «Das punktuelle Problem zwischen Rumänien und Frankreich werden Rumänien und Frankreich lösen. Und sie werden es intelligent lösen», sagte Rumäniens Staatspräsident Traian Basescu.

«Wir sind zu der Schlussfolgerung gekommen, dass wir keinen Vermittler brauchen; dieses momentane Problem kann eine dritte Partei nicht lösen. Der größte Gewinn unseres Gesprächs war, dass wir beide verstanden haben, dass es um Roma-Nomaden geht», sagte Basescu nach einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy weiter.

In Rumänien gebe es eine Million Roma, die integriert seien. Für die Nomaden unter den Roma müsse aber eine «intelligentere Lösung» gefunden werden als «die einfache Ausweisung oder einfache Rückführung» in ihr Land, betonte der rumänische Staatschef. «Solange wir in Heuchelei verharren und nur über die Roma-Integration reden, wird diese Integration nicht stattfinden.» Man müsse auch zugeben, dass es «nicht unbedingt ihre wichtigste Tradition» sei, zu arbeiten oder ihre Kinder in die Schule zu schicken.

Der rumänische Innenminister Vasile Blaga hatte vergangene Woche gesagt, seit Anfang des Jahres seien 4174 Rumänen «freiwillig» aus Frankreich rückgeführt worden. 2009 seien es im gleichen Zeitraum 3784 gewesen. In Rumänien leben offiziell 540 000 Roma, die Dunkelziffer auf zwei Millionen geschätzt.

EU / Minderheiten / Migration / Rumänien / Frankreich
17.09.2010 · 10:29 Uhr
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