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Rüttgers will nach CDU-Wahlschlappe trotzdem Gespräche führen

Düsseldorf (dts) - Der bisherige NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers will auch nach dem Wahldesaster der CDU in NRW Koalitionsgespräche mit den anderen Parteien führen. NRW brauche eine "stabile Regierung ohne extremistische Parteien", sagte Rüttgers vor Anhängern in Düsseldorf. Das CDU-Ergebnis sei allerdings "bitter" und er trage hierfür die politische Verantwortung. Offenbar habe es ein ganzes Bündel an Ursachen für die Wahlschlappe gegeben. Nach letzten Hochrechnungen kommt die CDU im Mittel auf 34,2 Prozent und verliert damit über zehn Prozentpunkte im Vergleich zur Landtagswahl vor fünf Jahren. Auch die SPD verliert rund drei Prozent, ist laut Hochrechnung mit 34,6 Prozent knapp die stärkste Kraft. Die Grünen erreichen mit 12,4 Prozent ihr bestes NRW-Ergebnis aller Zeiten, die FDP erreicht mit 6,7 Prozent ein für die Partei enttäuschendes Ergebnis. FDP-Chef Guido Westerwelle räumte ein, die Wahlziele nicht erreicht zu haben. Die Linke kann sich hingegen mit 5,7 bis 6,0 Prozent sicher über den Einzug in den Düsseldorfer Landtag freuen. Laut ARD-Hochrechnung bekommen CDU und SPD jeweils 66 Sitze im Landtag, die Grünen 24 Sitze, die FDP 13 und die Linken 12 Sitze. Ob es für eine rot-grüne Koalition reicht ist somit noch offen. Sicher möglich wären hingegen rot-rot-grün oder eine große Koalition. SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft sagte, sie werde die ersten Gespräche mit den Grünen führen. Ob es auch Gespräche mit der Linkspartei gebe, werde der Landesvorstand am Montag entscheiden.
DEU / NRW / Wahlen
09.05.2010 · 18:55 Uhr
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