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Rüttgers fordert von Banken fairere Zinspolitik

Düsseldorf (dts) - Im Streit um die Bewältigung der Finanzkrise hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) von den Banken eine fairere Zinspolitik gefordert. "Sie müssen endlich das billige Geld, das sie von den Zentralbanken erhalten, an die Kunden weiter geben", sagte Rüttgers im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Der einfache Bankkunde zahlt für eine Überziehung seines Kontos oft über zehn Prozent Zinsen." Die Zentralbanken hingegen bekämen "billiges Geld". Der Leitzins liege bei einem Prozent. Der Zinssatz für Unternehmenskredite aber belaufe sich zum Teil auf vier bis fünf Prozent. "Es kann nicht sein, dass der Steuerzahler zweimal zahlt: einmal für die Rettung der Banken und als Kontoinhaber für überhöhte Überziehungszinsen." Vor allem der Mittelstand leide unter dieser Kreditpolitik. Es sei untragbar, "dass die Banken lieber auf Ausfallbürgschaften setzen, für die der Staat einstehen muss, statt mit eigenem Geld Kredite zu vergeben", so Rüttgers". Der Ministerpräsident forderte zudem einen Rettungsfonds, in den die Banken selber einzahlen, um für künftige Krisen vorzusorgen. Und: "Sie müssen ihr Eigenkapital erhöhen, also jedes Geschäft, das sie machen, mit eigenen Mitteln absichern."
DEU / NRW / Parteien / Finanzindustrie
14.03.2010 · 08:34 Uhr
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