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Rückerstattung von Jackson-Tickets noch unklar

Auf Internet-Auktionsseiten werden Jackson-Tickets für London angeboten.Großansicht
London (dpa) - Die Erstattung der Tickets für die geplanten Londoner Konzerte von Michael Jackson ist weiter ungeklärt. Betroffen sind Inhaber von einer Million Eintrittskarten, VIP-Tickets und Spezialreisen.

Viele Käufer, die ihre Karten auf Tauschbörsen ersteigert haben, sind von dem Wohlwollen der privaten Verkäufer abhängig. Der Ausfall der 46 Konzerte droht ein finanzielles Desaster für den US-Konzertveranstalter AEG Live zu werden.

Das Unternehmen kündigte Informationen für Anfang kommender Woche an. «Wir raten Fans, ihre Tickets/Kaufbestätigung aufzubewahren.» Ein britischer Experte für Online-Handel riet indes den Fans, denen bislang eine Erstattung abgelehnt wurde, aber ihre Karten mit ihrer Kreditkarte gekauft haben, sich an ihr Kreditkarten-Institut zu wenden.

Das erste von 46 Konzerten sollte am 13. Juli in der Londoner O2-Arena stattfinden, das letzte Mitte Februar 2010. Jackson habe noch am Mittwoch für diese Auftritte, sagte der Chef der Agentur AEG Live, Randy Phillips, am Freitag. «Ich schöpfe großen Trost aus dem Stolz und Vertrauen, das er während der Proben der Produktion Mittwochnacht zeigte», sagte Phillips. «Michael war sowohl schwach als auch stark, clever und nett, unglaublich talentiert und gleichsam unsicher.»

Der Konzertveranstalter will Anfang kommender Woche die Fans und Zwischenhändler informieren. Die großen Ticketbörsen wie Ticketmaster und Lastminute.com machten die gebührenfreie Erstattung von Ausfallzahlungen des Veranstalters abhängig. Ebay und PayPal kündigten am Samstag an, Gebühren des Verkäufers zu erstatten, sollten sich Käufer und Verkäufer einigen.

Im März wurden Karten für umgerechnet 58, 76 und 88 Euro verkauft. Etliche Fans hatten sich über Ebay und andere Online-Plattformen Karten zu vielfach höheren Preisen besorgt. Wenige Tage vor Jacksons Tod kamen weitere Tickets auf den regulären Markt, obwohl im Mai vier Konzerte gestrichen worden waren.

AEG Live soll britischen Medien zufolge wegen Berichten über Jacksons schlechten Gesundheitszustand Schwierigkeiten gehabt haben, alle 46 Konzerte gegen Ausfall zu versichern. Für die Hälfte der Konzerte im Wert von 300 Millionen Pfund (350 Millionen Euro) gebe es keine Versicherung, hatte AEG-Live-Boss Randy Phillips zuletzt im Mai gesagt. Der Veranstalter wollte selbst dafür aufkommen, um die umfassende Konzertreihe zu ermöglichen. AEG Live gehört zum Imperium des amerikanischen Geschäftsmanns Philip Anschutz. Der Milliardär zählt laut dem US-Magazin «Forbes» zu den reichsten Amerikanern.

Musik / Leute / USA / Großbritannien
27.06.2009 · 21:49 Uhr
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