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Rückblick: Erfolgreiche Notlandung in New York

Flugzeug im Hudson RiverGroßansicht
New York (dpa) - Zu Beginn dieses Jahres war der Hudson River in New York schon einmal Schauplatz eines spektakulären Flugzeugunglücks - allerdings mit glimpflichem Ausgang. Am 15. Januar war ein voll besetzter Airbus vom Typ 320 der Fluggesellschaft US Airways erfolgreich auf dem Wasser notgelandet.

Kurz nach dem Start des Flugzeugs waren beide Motoren ausgefallen, weil Gänse in die Triebwerke geraten waren. Alle 155 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden aus dem sinkenden Wrack gerettet und überlebten. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg bedankte sich überschwänglich bei dem Kapitän: «Dieser Pilot hat wunderbare Arbeit geleistet und es geschafft, dass mehr als 150 Menschen das Flugzeug lebend verlassen konnten».

Chesley Sullenberger, der Kapitän der Maschine, verfügte über mehr als 30 Jahre Flugerfahrung, darunter auch bei der US-Luftwaffe. Nach der Rettung der Passagiere sei er noch zweimal durch die Maschine gegangen, um sicherzustellen, dass auch wirklich niemand zurückblieb, lobte Bloomberg.

Unmittelbar nach der Notlandung spielten sich in dem Fluss vor der Wolkenkratzerkulisse Manhattans dramatische Szenen ab. Der Airbus versank bis zu den Fenstern im eisigen Wasser. Mehrere Menschen kletterten in Panik auf eine Tragfläche, andere rutschten ins Wasser und mussten später wegen Unterkühlung im Krankenhaus behandelt werden. Den meisten Passagieren, darunter auch eine Frau mit einem Baby, konnte die Besatzung aber rechtzeitig in Rettungsboote helfen. Das Unglück spielte sich an einem der bisher kältesten Tage des vergangenen Winters mit starkem Frost und bei einer Wassertemperatur knapp über Null Grad ab.

Zunächst schien es, als sei das Flugzeug abgestürzt. Allerdings ragte ein Teil des Rumpfs noch aus dem Wasser, auch die Tragflächen waren zu sehen. Hubschrauber kreisten über der Unglücksstelle und warfen Rettungswesten ab. Auch die regelmäßig im Hafen verkehrenden Fähren kamen zu Hilfe. An Land warteten nach Angaben von Augenzeugen wenigstens 100 Rettungsfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr, um die Überlebenden zu versorgen.

Ein Sprecher der US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA sagte dem Nachrichtensender CNN, Taucher hätten sich davon überzeugt, dass niemand mehr in dem Wrack war. Schlepper vertauten den Rumpf mit Stahlseilen, um ein Versinken zu verhindern. Sie zogen das Flugzeug im Laufe des Abends rund drei Kilometer flussabwärts und befestigten es an einer Anlegestelle des Battery Parks an der Südspitze von Manhattan.

Derweil wurden etliche Passagiere und Besatzungsmitglieder mit Knochenbrüchen und anderen Verletzungen in Kliniken von New York und dem benachbarten New Jersey versorgt. Alle waren aber in stabilem Zustand.

USA / Luftverkehr / Unfälle
09.08.2009 · 11:34 Uhr
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