News
 

Rückblick: Die «Jahrhundertflut» von 1997

Oderflut 1997Großansicht
Hamburg (dpa) - Die aus Polen heranrollende Hochwasserwelle weckt Erinnerungen an die verheerende Oder-Flut des Jahres 1997. Zwei Wochen nach Überschwemmungen in Polen und Tschechien erreichten die Wassermassen am 17. Juli das Bundesland Brandenburg.

Bis Anfang August stieg das Wasser an den Pegeln entlang des Stroms. Mehrere durchweichte Deiche brachen, am Zusammenfluss von Oder und Neiße konnte dies nur mit knapper Not verhindert werden.

45 000 Soldaten und freiwillige Helfer waren Tag und Nacht im Einsatz - mittendrin der damalige brandenburgische Umweltminister Matthias Platzeck (SPD), der sich so den Beinamen «Deichgraf» erwarb. Die Helfer verbauten 7 Millionen Sandsäcke und brachten 6500 Anwohner sowie 48 000 Rinder in Sicherheit.

Auch dank ihres Einsatzes gab es in Deutschland keine Toten. In ihrer Bilanz bezifferte die Landesregierung den Gesamtschaden auf umgerechnet 331 Millionen Euro. Die Flut löste in ganz Deutschland eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Spendenaufrufe zugunsten der betroffenen Bevölkerung erbrachten mehr als 66 Millionen Euro.

In den Nachbarländern Polen und Tschechien gab es weitaus schwerere Schäden. In Tschechien ertranken etwa 50 Menschen, in Polen sollen es 55 gewesen sein.

Unwetter / Hochwasser
27.05.2010 · 21:50 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
30.03.2017(Heute)
29.03.2017(Gestern)
28.03.2017(Di)
27.03.2017(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen