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Rückblick: Das Versöhnungstreffen in Reims

Adenauer in ReimsGroßansicht

Reims (dpa) - Das Treffen zwischen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer am 8. Juli 1962 in Reims gilt als Symbol der Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich.

Der französische Staatspräsident und der deutsche Bundeskanzler feierten damals dabei gemeinsam eine Messe in der gotischen Kathedrale, die im ersten Weltkrieg von den Deutschen erheblich zerstört worden war. Bei ihr stand die Versöhnung der jahrhundertelang in Erzfeindschaft lebenden Völker im Mittelpunkt.

Das Bemühen von Adenauer und de Gaulle um die Völkerverständigung gipfelte in der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages vom 22. Januar 1963. Das Abkommen sieht unter anderem regelmäßige Regierungstreffen sowie eine dauerhafte enge Zusammenarbeit in Bereichen wie der Außen-, Wirtschafts- und Jugendpolitik vor.

Grundlage der Versöhnungspolitik zwischen Adenauer und de Gaulle war eine enge persönliche Beziehung. Allein zwischen 1958 und 1963 kam es nach Angaben der Konrad-Adenauer-Stiftung zu 15 Begegnungen, mehr als 100 Stunden lang haben sich die beiden Staatsmänner unterhalten und 40 Briefe wurden gewechselt. Das Treffen in Reims war Höhepunkt und Abschluss des ersten offiziellen Staatsbesuchs von Adenauer in Frankreich. Er hatte am 2. Juli in Paris begonnen.

Geschichte / Frankreich / Deutschland
08.07.2012 · 21:36 Uhr
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