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Romney auf Siegeskurs: Nominierung fast sicher

Mitt Romney ist sich seiner Sache sicher. Nach dem Sieg bei drei weiteren Vorwahlen präsentiert er sich als Herausforderer von Barack Obama. Foto: Kamil KrzaczynskiGroßansicht

Washington (dpa) - Drei Vorwahlen, drei Siege: Dem Republikaner Mitt Romney ist die Kandidatur gegen Barack Obama bei den Präsidentenwahlen im Herbst praktisch nicht mehr zu nehmen.

Der politisch moderat ausgerichtete Multimillionär setzte sich bei Abstimmungen in Wisconsin, Maryland und in der Hauptstadt Washington gegen seinen erzkonservativen Widersacher Rick Santorum klar durch. Allerdings: Trotz seiner herben Niederlage signalisierte Santorum, dass er nicht aufgeben will - doch vermutlich dürften ihm die Wahlkampfgelder bald knapp werden.

Romney kostete seinen Triumph in der Wahlnacht sichtlich aus. «Das war ein großer Sieg», rief er seinen Anhängern zu. Demonstrativ präsentierte er sich bereits als Herausforderer Obamas. Seine Konkurrenten im Republikanerlager erwähnte er mit keinem Wort. Er gab sich betont patriotisch und versprach, er werde die Krise Amerikas überwinden. «Vor uns liegen große Tage.»

Die «Washington Post» schrieb am Mittwoch, die Nominierung Romneys sei nunmehr «fast sicher». Die «New York Times» verwies darauf, dass Romney inzwischen auch bei stark religiös ausgerichteten Wählern und innerhalb der Tea-Party-Bewegung - die bisher als eher Santorum-freundlich galten - immer mehr Zulauf finde.

Romney gewann in Wisconsin 42 Prozent der Stimmen, der stark religiös orientierte Santorum lediglich 38 Prozent. In Maryland und Washington fielen die Siege Romney wesentlich deutlicher aus. Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich und der radikal-liberale Ron Paul wurden deutlich abgeschlagen - sie sind längst ohne jede Chance.

Auch nach der komplizierten «Delegierten-Mathematik» ist Romney die Nominierung beim Republikaner-Parteitag im August kaum noch zu nehmen. Er hat bereits mehr als die Hälfte der notwendigen 1144 Delegierten hinter sich.

Damit dürfte der Druck auf die Widersacher Romneys weiter steigen, aus dem Rennen auszuscheiden und Romney als Herausforderer Obamas anzuerkennen. Unter führenden Republikanern geht allerdings auch die Sorge um, dass es beim Parteitag zu einem Hauen und Stechen kommen könnte. Zwar sei Romney die Kandidatur kaum noch zu nehmen - aber ein weiterer parteiinterner Kampf schwäche die Partei und stärke die Position Obamas.

Obama hatte kurz zuvor die Republikaner massiv angegriffen. Er warf ihnen vor, die Gesellschaft radikal zugunsten der Reichen und Starken verändern zu wollen. Das Sparprogramm der Republikaner sei im Grunde «Sozialdarwinismus». Es war die bisher schärfste Attacke Obamas gegen die Republikaner.

Zudem greift Obama in seinem neuesten Wahlwerbespot Romney als Unterstützer von «Big Oil» an, der mächtigen Ölindustrie. Auch damit wird klar, dass Romney im Weißen Haus immer mehr als der wahrscheinliche Gegner bei der Präsidentenwahl am 6. November angesehen wird.

Wahlen / USA
04.04.2012 · 16:22 Uhr
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