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Rösler plant umfassende Reformen in der Pflege

Eine Bewohnerin in einem Seniorenzentrum hält sich in ihrem Bett an einem Haltegriff fest (Foto vom 24.09.2009): Minister Rösler plant umfassende Reformen in der Pflege.Großansicht

Osnabrück/Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler plant umfassende Reformen in der Pflege. Der FDP-Politiker kündigte in der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag) an, dass er den Begriff der Pflegebedürftigkeit grundlegend ändern und die Ausbildung verbessern wolle.

Die Pflegeversicherung soll um eine kapitalgedeckte Komponente ergänzt werden. Für den 7. Dezember hat Rösler eine Reihe von Fachleuten und Verbandsvertretern aus dem Bereich Pflege ins Ministerium eingeladen. Dann will er mit den Experten grundsätzliche Fragen erörtern.

«Wir wollen weg von der Minutenpflege, die nicht unserem Menschenbild entspricht», sagte der Minister. Die Pflegebedürftigkeit werde danach ausgerichtet, wie selbstständig ein zu Pflegender noch Tätigkeiten ausführen könne. «Diese Fähigkeiten richten sich dann nicht mehr nach dem Pflegeaufwand, sondern nach den Fähigkeiten des Einzelnen.» Auch das Thema Demenz, das zunehmend an Bedeutung gewinne, werde noch stärker bei der Pflegebedürftigkeit berücksichtigt.

Die verschiedenen Ausbildungsgänge für die Kranken- und Altenpflege will Rösler in der Anfangszeit zusammenfassen. «Insgesamt wird die Pflegeausbildung sicher interessanter, wenn man sich erst später entscheiden muss, worauf man sich spezialisiert», sagte er.

In Deutschland leben nach Angaben des Gesundheitsministers 2,4 Millionen Pflegebedürftige. Diese Zahl werde in 10 bis 15 Jahren auf mindestens drei Millionen steigen, sagte Rösler.

Soziales / Pflege
23.10.2010 · 09:11 Uhr
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