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Robert Koch-Institut räumt «kleine EHEC-Panne» ein

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Berlin (dpa) - Das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) hat eine Panne bei der Auswertung von EHEC-Ergebnissen für Mecklenburg-Vorpommern eingeräumt.

Die Behörde habe Infektionsdaten vier schwedischer Touristen, die Anfang Mai nahe Bad Doberan Golf gespielt hatten, nicht an die Landesbehörden weitergegeben, sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Zuvor hatte «Spiegel-Online» darüber berichtet. Schwedische Ärzte hatten bei den Golfspielern nach der Reise Durchfall, Magenkrämpfe und eine schwere HUS-Variante der EHEC-Infektion festgestellt und ihre Diagnosen dem RKI mitgeteilt.

Das RKI habe bei den Daten aus Schweden eine Tabelle übersehen, die deshalb nicht nach Mecklenburg-Vorpommern geschickt worden sei, erläuterte Glasmacher. «Das ist eine Kleinigkeit, aber das darf nicht passieren», ergänzte sie. Die Daten aus Schweden seien beim RKI aber nicht «versackt», sondern an das Bundesinstitut für Risikobewertung weitergegeben worden. Die Suche nach der EHEC-Quelle in Deutschland habe sich durch das Versehen aber nicht maßgeblich verzögert, sagte Glasmacher.

Dem Sozialministerium in Schwerin zufolge sind die Behörden im Land am Dienstagabend (7. Juni) vom RKI über den Vorfall unterrichtet worden. Die schwedischen Behörden hätten das RKI bereits am 1. Juni informiert. Am Mittwochmorgen seien die Behörden in Bad Doberan in Kenntnis gesetzt worden, die sofort in dem Hotel der schwedischen Gäste und in dessen Küche Proben genommen hätten. Die Ergebnisse der Proben stünden noch aus. Dem Ministeriumssprecher zufolge hat es zwar eine Verzögerung gegeben, ansonsten sei aber alles «vollkommen korrekt abgelaufen».

Gesundheit / Infektionen
11.06.2011 · 22:09 Uhr
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