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Robbe verlangt Bekenntnis zum Afghanistan-Krieg

Reinhold RobbeGroßansicht
Berlin (dpa) - Der Wehrbeauftragte der Bundeswehr, Reinhold Robbe, hat vor dem Hintergrund des Todes der drei deutschen Soldaten in Afghanistan kritisiert, dass in der Öffentlichkeit «noch immer verdrängt» wird, dass die Bundeswehr am Hindukusch Krieg führe.

«Ich frage mich: Wo bleibt das klare Wort der Kirchen, der Gewerkschaften, der Wirtschaft», sagte Robbe der «Bild»-Zeitung (Mittwoch). Ein klares Bekenntnis wäre «ein Zeichen menschlicher Zuwendung».

Der Wehrbeauftragte sprach sich trotz des erneuten Angriffs für die Weiterführung des Einsatzes aus. «Wir müssen den Menschen sagen, warum dieser Einsatz, warum diese Feuergefechte, notwendig sind. Jetzt abzuziehen würde bedeuten: Alles war umsonst.» Robbe warnte die Politik davor, an der Ausrüstung der Soldaten zu sparen. «Hier zu sparen, wäre absolut fahrlässig. Denn wir sehen ganz deutlich: Die Taliban haben massiv aufgerüstet.»

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
24.06.2009 · 10:53 Uhr
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