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RKI: Meldesystem könnte verbessert werden

Robert Koch-Institut in Berlin (Archivfoto).Großansicht

Berlin (dpa) - Nach Ansicht des Robert Koch-Instituts (RKI) kann das Meldewesen bei Epidemien wie EHEC verbessert werden. «Das soll ja auch auf der politischen Ebene überprüft werden», sagte RKI-Sprecher Günther Dettweiler am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Man müsse darüber sprechen, sobald die Krise vorbei ist. Er räumte ein, dass Informationen auf elektronischem Wege den Empfänger schneller erreichen könnten. Insgesamt gebe es aber «keinen Anlass, sich zu beschweren. Das hat gut funktioniert».

Mit Blick auf Neuinfektionen wollte Dettweiler noch keine Entwarnung geben. «Die Zahlen bewegen sich auf niedrigerem Niveau als zu Beginn. Es ist aber noch zu früh, um von einem stabilen Trend zu sprechen.» So würden die Krankheitsfälle möglicherweise nur sinken, weil die Träger des Keimes nicht mehr verzehrt würden.

Der Sprecher bezeichnete die Epidemie und die schwere Verlaufsform HUS (hämolytisch-urämisches Syndrom) in Deutschland als bislang einzigartig. «Es gibt keine vergleichbaren Ausbrüche weltweit.»

Anfang Mai waren Infektionsdaten von vier schwedischen Touristen erst verspätet an die Landesbehörden in Mecklenburg-Vorpommern weitergegeben worden. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte zudem den Meldeweg von EHEC-Erkrankungen per Post kritisiert.

Gesundheit / Infektionen
12.06.2011 · 22:03 Uhr
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