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Risikoaufschläge für Italien und Spanien sinken

Frankfurt/Main (dpa) - Die Lage an den Anleihemärkten Italiens und Spaniens hat sich am Mittwoch deutlich entspannt. In beiden Euro-Ländern gaben die Risikoaufschläge für Staatsanleihen spürbar nach.

Demgegenüber verschlechterte sich die Situation an den Märkten für irische und portugiesische Staatspapiere. In Irland stieg der Risikoaufschlag für zehnjährige Titel auf ein neues Rekordhoch. Händler sprachen von einer erhöhten Unsicherheit, nachdem die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Irlands am Dienstagabend auf «Ramsch-Niveau» gesenkt hatte.

Die Höhe der Renditen für Staatsanleihen zeigt die Gefahrenzulage an, die die Märkte für das jeweilige Land verlangen. Hohe Renditen sind grundsätzlich ein Zeichen für ein großes Misstrauen der Investoren. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen derzeit bei 2,7 Prozent und damit so tief wie in keinem anderen Euro-Land. Grund ist die erstklassige Bonität Deutschlands.

Dementsprechend war der Renditeanstieg in Irland am Mittwoch der stärkste im gesamten Euroraum. Im Vormittagshandel legte die Rendite für zehnjährige Papiere um 0,35 Punkte auf 13,15 Prozent zu. Nach Griechenland ist dies die zweithöchste zu zahlende Rendite im Währungsraum. In Portugal stieg die Rendite um 0,26 Punkte auf 11,81 Prozent.

Am deutlichsten waren die Renditen am Mittwochvormittag in Italien und Spanien rückläufig, nachdem sie am Montag und Dienstag zeitweise drastisch gestiegen waren. In Italien sank die Rendite für zehnjährige Staatstitel um 0,13 Punkte auf 5,42 Prozent, in Spanien um 0,12 Punkte auf 5,69 Prozent.

EU / Finanzen
13.07.2011 · 11:34 Uhr
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