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Riesenjubel auf prallvollen Fanmeilen

Fußballfans feiern beim Public Viewing.
Berlin (dpa/bb) - Die Berliner haben ihre traditionelle Fußball- Fanmeile wieder und jubelten und tanzten am Mittwoch im Glück: Das Live-Fest auf der Straße des 17. Juni war beim 1:0-Sieg von Deutschland über Ghana wieder der «Renner».

Schon fünf Minuten nach Anpfiff des K.o.-Spiels um den Einzug in das Achtelfinale des WM- Turniers in Südafrika war das offizielle FIFA-Fanfest mit rund 200 000 Menschen komplett dicht. Eine Berliner Polizeisprecherin sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Alle Zugänge zum Fanfest sind gesperrt, die Kapazitäten sind zu 100 Prozent genutzt.»

Die Veranstalter sprachen nach dem Match sogar von 300 000 Besuchern. Für die Fans sind acht Großleinwände zur Live-Übertragung des Spiels in Johannesburg aufgestellt worden. Und die nächste ganz große Fußball-Show ist schon gesichert, wenn wieder die Massen voller Begeisterung am konmmenden Sonntag zum Duell im Klassiker mit England herbeiströmen werden.

Nach Angaben der Polizei strömten beinahe sofort nach Abpfiff zuerst Hunderte, dann Tausende auf den Kurfürstendamm und feierten ausgelassen. Der Bummel-Boulevard wurde komplett zur Fußgängerzone. Ein Polizeisprecher sagte: «Für den Autoverkehr wurde vorsorglich gleich gesperrt.» 130 Beamte waren im Einsatz, die Kudamm-Partie begann wie immer nach Siegen friedlich.

Die Stimmung auf dem Fanfest war wie schon bei den Treffen von Hunderttausenden beim Sommermärchen vor vier Jahren an gleicher Stätte friedlich und fröhlich. Die Sprecherin sagte: «Die Leute strömten schon zwei Stunden vor Beginn aus allen Richtungen in Massen herbei. Die Stimmung ist absolut positiv.» Es gab bis Spielbeginn keinerlei Sicherheitsprobleme. Tausende waren bunt gekleidet gekommen, meist in Schwarz-Rot-Gold gehüllt und mit Perücken oder Hüten in den Nationalfarben.

Die Party-Zone war zuvor vom Olympischen Platz auf die traditionelle Feierstätte im Berliner Tiergarten umgezogen. Auch Hannover hat das Festgelände deutlich erweitert. Wie in Berlin musste wegen des Ansturms der Fans auch die Fan-Party in Frankfurt/Main und Dortmund aus Sicherheitsgründen vorzeitig gesperrt werden für weiteren Andrang. Viele Menschen eilten dann in Berlin, Frankfurt und Dortmund noch möglichst rasch nach Hause vor die TV-Geräte oder zu anderen Schauplätzen mit öffentlichen Live-Übertragungen.

In Berlin zeigten sich allerdings auch negative Seiten des sportlichen Duells: Zwei Fans haben in Berlin einen Afrikaner angegriffen und ihn wegen des Spiels gegen Ghana wüst beschimpft. Nach Angaben der Polizei beleidigten die beiden betrunkenen Männer im Alter von 42 und 43 Jahren den 31-Jährigen Mann am Mittwoch wegen seiner Hautfarbe in der U-Bahn-Linie U8. Sie schlugen auf ihn ein, als er in Wedding ausstieg. Als die Angreifer abzogen, zerschlug der leicht verletzte 31-Jährige eine Flasche, verfolgte und bedrohte sie. Polizisten nahmen die Schläger fest.

Fußball / WM / Fans / Berlin
23.06.2010 · 23:07 Uhr
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