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Retter: «Sie waren alle überglücklich»

Kiel (dpa) - Der Kapitän und die etwa 20 Besatzungsmitglieder der Ostseefähre «Deutschland», die Passagiere und Besatzung der brennenden «Lisco Gloria» gerettet haben, wollen möglicherweise noch am Samstagabend wieder ihren Dienst aufnehmen.

«Die Männer schlafen erst Mal. Sie waren völlig erschöpft von ihrem Einsatz», sagte ein Sprecher der Scandlines-Fähren der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Die Besatzung hatte in einer dramatischen Rettungsaktion in der Nacht zum Samstag fast 240 Passagiere und Besatzungsmitglieder der in Flammen stehenden Ostsee-Fähre «Lisco Gloria» vor Fehmarn übernommen und nach Kiel gebracht. «Das Wichtigste ist, dass die Männer nun erst einmal Ruhe finden», sagte der Sprecher. Die «Deutschland» liege in Puttgarden und werde für die nächste Fahrt am Samstagabend gereinigt.

An Bord gab es keine Dramatik, als die Geretteten kurz vor 2.00 Uhr aufgenommen wurden, sagte der Sprecher. «Sie waren alle überglücklich und heilfroh.» Die Geretteten wurden auf der Weiterfahrt nach Kiel in den drei Cafeterias und dem Bordrestaurant versorgt. Das Schiff kann bis zu 1000 Passagiere aufnehmen. Zur Zeit der Rettungsaktion waren etwa 15 Lastwagen und mehrere Autos auf der «Deutschland» geladen und von Puttgarden nach Rødby (Dänemark) unterwegs, sagte der Sprecher.

Die Fähre habe sich auf den Notruf sofort bei der Leitstelle in Cuxhaven gemeldet und dann die Unglücksstelle angesteuert. Die «Deutschland» ist als eine von vier Fähren auf der Vogelfluglinie im Einsatz.

Unfälle / Schifffahrt
09.10.2010 · 20:24 Uhr
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