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Republikaner Huntsman gibt Rennen ums Weiße Haus auf

Jon HuntsmanGroßansicht

Washington (dpa) - Im Rennen der republikanischen Präsidentschaftsbewerber lichtet sich das Feld zugunsten des Favoriten Mitt Romney. Der frühere US-Botschafter in China, Jon Huntsman, stieg nach seinem enttäuschenden Abschneiden bei den ersten beiden Vorwahlen aus.

Nun sei es an der Zeit, sich hinter den Kandidaten mit den besten Chancen gegen Amtsinhaber Barack Obama zu stellen, erklärte der 51-Jährige am Montag. «Trotz unserer Differenzen» sei dies der von seinen Gegnern als Opportunist geschmähte Romney.

Huntsman, ehemaliger Gouverneur des Staates Utah, kritisierte zugleich den Verlauf des Wahlkampfes. Das Rennen um die Kandidatur sei zu negativen und persönlichen Attacken verkommen. Die Bewerber sollten vielmehr mit den gegenseitigen Angriffen aufhören «und direkt mit dem amerikanischen Volk reden».

Der Wirtschaftsfachmann Romney gilt nach Siegen bei Vorwahlen in Iowa und New Hampshire auch nach landesweiten Umfragen als aussichtsreichster Anwärter auf den Posten des republikanischen Herausforderers von Obama. Auch bei den nächsten Vorwahlen seiner Partei in South Carolina (21. Januar) und in Florida (31. Januar) hat der Ex-Gouverneur von Massachusetts gute Chancen auf den Sieg.

Neben Romney sind noch der Kongressabgeordnete Ron Paul, der frühere Präsident des Abgeordnetenhauses, Newt Gingrich, Ex-Senator Rick Santorum und der Gouverneur von Texas, Rick Perry, im Rennen. Santorum sicherte sich am Wochenende die Unterstützung einer Gruppe extrem konservativer Christen. Aus dem Bewerberfeld hatten bereits die Tea-Party-Politikerin Michele Bachmann und der frühere Pizza-Unternehmer Herman Cain das Handtuch geworfen. Huntsman war in der vergangenen Woche bei den Vorwahlen in New Hampshire hinter Romney und Ron Paul nur auf dem den dritten Platz gelandet. Der «New York Times» zufolge war damit der erhoffte Schub für seine Kampagne ausgeblieben, auch in finanzieller Hinsicht.

Im konservativen Südstaat South Carolina wurden dem Ex-Botschafter, der dem moderaten Flügel seiner Partei zugerechnet wird, besonders wenig Wahlchancen eingeräumt. Beobachter gehen davon aus, dass Anhänger Huntsmans nun Romney zusätzlich den Rücken stärken.

In den vergangenen Tagen habe Huntsman nach Angaben von Vertrauten seine weiteren Aussichten abgewogen. Dabei sei er zu dem Schluss gekommen, dass es unwahrscheinlich sei, Romney in der Gunst der republikanischen Wähler noch schlagen zu können, hieß es.

Wahlen / USA
16.01.2012 · 18:26 Uhr
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