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Republik Moldau stimmt über Präsidentenwahl ab

Die frühere Sowjetrepublik Moldau entscheidet bei einer Volksabstimmung über die Wiedereinführung der direkten Präsidentenwahl.

Chisinau/Moskau (dpa) - In der früheren Sowjetrepublik Moldau hat am Sonntag eine Volksabstimmung über die Wiedereinführung der direkten Präsidentenwahl begonnen. Etwa 2,7 Millionen Menschen können noch bis 20 Uhr MESZ mit Ja oder Nein abstimmen.

Die proeuropäische Führung in der Hauptstadt Chisinau erhofft sich von einer Verfassungsänderung ein Ende der bereits seit einem Jahr dauernden innenpolitischen Krise. Mehr als 250 internationale Beobachter überprüfen den Wahlverlauf in dem Nachbarland des EU-Mitgliedstaates Rumänien, wie Medien berichteten.

Die oppositionellen Kommunisten, die mit Vladimir Voronin zwei Amtszeiten lang den Präsidenten gestellt hatten, hatten zu einem Wahlboykott aufgerufen. Daraufhin senkte die regierende Vier- Parteien-Allianz die Mindestwahlbeteiligung von 60 auf 33 Prozent.

Bislang wählt das Parlament das Staatsoberhaupt. Doch aufgrund der Sitzverteilung war eine Abstimmung in den vergangenen Monaten immer wieder gescheitert. Direkte Präsidentenwahlen waren in dem verarmten Land im Südosten Europas 1990 abgeschafft worden. Das Ergebnis soll am Montagabend feststehen.

Moldau / Wahlen / Innenpolitik
05.09.2010 · 08:42 Uhr
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