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Rekordkälte im Nordosten - 17 Kältetote in Polen

Ein Obdachloser wärmt sich in Berlin an einem Becher Tee. Foto: Maurizio Gambarini/ArchivGroßansicht

Berlin (dpa) - Lange hat sich der Winter zurückgehalten, am Wochenende schlug die Kälte zu. In Polen erfroren 17 Menschen, auch in Deutschland gab es wohl einen Kältetoten. Der Wochenstart verspricht ein Ende der Eiszeit - vorerst zumindest.

Der Kälteeinbruch am Wochenende hat vor allem in Polen viele Menschenleben gefordert. In der Nacht zum Samstag seien sechs, in der Nacht darauf elf Menschen erfroren, teilte das Staatliche Krisenzentrum mit. Seit Winterbeginn sind in dem Land bereits fast 50 Menschen an Kältefolgen gestorben. Deutschland erlebte am Wochenende die bisher kältesten Nächte dieses Winters, und es gab wohl ein Kälte-Opfer: Ein 57-Jähriger wurde am Samstag in Annaburg in Sachsen-Anhalt an einer Bushaltestelle liegend gefunden. Der Mann sei stark unterkühlt gewesen und im Krankenhaus gestorben, teilte die Polizei mit.

Im niedersächsischen Fürstenberg wurde am Samstag ein 13-Jähriger stark unterkühlt und bewusstlos in einem leerstehenden Haus gefunden, nachdem seine Mutter die Polizei alarmiert hatte. In Bremerhaven brach eine 62-Jährige am Sonntag durch das dünne Eis eines Baggersees, konnte sich aber selbst retten. Die Frau hatte ihren Hund vom Eis holen wollen. In vielen Regionen Deutschlands wurde eindringlich davor gewarnt, die noch dünnen Eisflächen zu betreten.

Dabei waren die Wochenendnächte extrem kalt. Das Thermometer fiel vor allem im Nordosten Deutschlands weit unter den Gefrierpunkt. «Der Nordosten ist am kältesten, da kommen selbst die Alpengipfel nicht mehr mit», sagte ein Meteorologe. Mit 17 Grad unter Null war Trollenhagen bei Neubrandenburg am Samstag der kälteste Ort Deutschlands, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Im ostsächsischen Bertsdorf-Hörnitz wurde in der Nacht zu Sonntag ein nächtlicher Tiefstwert von minus 19,8 Grad ermittelt. Zu Wochenbeginn sollten die eisigen Temperaturen im Nordosten weichen.

In Bulgarien behinderte der Wintereinbruch am Sonntag den Verkehr mit intensivem Schneefall und stürmischen Winden. Besonders betroffen war der Nordosten, wo Glatteis und Schneeverwehungen die Lage noch verschlimmerten. Mehrere Orte waren ohne Strom- und Wasserversorgung.

Wetter / Notfälle
26.01.2014 · 15:58 Uhr
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