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Rekord bei Nachbeben - Fast 7000 Tote gezählt

Tokio (dpa) - So viele Nachbeben wie nie zuvor sind dem Erdbeben mit der Stärke 9,0 vom vergangenen Freitag gefolgt. 262 Mal habe die Erde in der Woche danach mit der Stärke 5 oder mehr gebebt, teilte das Meteorologische Institut in Japan am Freitag nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo mit.

Die Häufigkeit der Nachbeben dieser Stärke sei die größte, die jemals aufgezeichnet worden sei. Sie habe um das Zweieinhalbfache höher gelegen als nach dem Beben der Stärke 8,2 im Osten der Insel Hokkaido 1994. Mittlerweile sei die Wahrscheinlichkeit weiterer starker Nachbeben gesunken, hieß es. Dennoch warnte der Chef des Erdbebenvorhersagezentrums des Instituts, Takashi Yokota: «Wir müssen wachsam bleiben, denn ein Erdbeben in einem Meeresgebiet kann noch 10 bis 20 Tage später starke Nachbeben auslösen.»

Unterdessen ging die Suche nach Opfern des Erdbebens und des anschließenden Tsunamis weiter. Die Polizei nannte am Samstagmorgen (Ortszeit) 6911 offiziell registrierte Tote, wie Kyodo und der Fernsehsender NHK berichteten. Damit habe die Katastrophe mehr Menschen das Leben gekostet als das verheerende Erdbeben, das am 17. Januar 1995 die japanische Hafenstadt Kobe verwüstete. Damals starben mehr als 6400 Menschen.

NHK zufolge werden gut eine Woche nach der Naturkatastrophe noch immer 10 692 Menschen vermisst. Beim japanischen Außenministerium gingen auch Suchanfragen nach rund 500 vermissten Ausländern ein.

Erdbeben / Japan
19.03.2011 · 06:31 Uhr
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