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Regionalflughäfen wehren sich gegen Vorbehalte aus der Politik

Berlin (dts) - Deutschlands Regionalflughäfen wehren sich gegen Vorbehalte aus der Politik. Die Geschäftsführerin des im April 2013 eröffneten Flughafens Kassel-Calden, Maria Anna Muller, und der Chef des Flughafens Frankfurt-Hahn, Markus Bunk, wünschen sich in einem Interview mit "Handelsblatt-Online" mehr Anerkennung für die Provinz-Airports. Im abgelaufenen Jahr sei am Flughafen Frankfurt-Hahn ein Minus von weniger als 20 Millionen Euro angefallen.

"Die Verluste sind da, aber denen stehen auch über 90 Millionen Euro Steuereinnahmen gegenüber", sagte Bunk. "Top-Deal! Das honoriert nur komischerweise keiner." Eine Stadt brauche einen Flughafen, "der für die Region hilfreich ist, wenn es darum geht neue Geschäftsfelder anzusiedeln", sagte Kassel-Calden-Chefin Muller. Die Kritik am jüngsten deutschen Regionalflughafen in Nordhessen wies Muller zurück. Ein Dreivierteljahr nach Eröffnung zu fragen, wann Geld verdient werde, funktioniere bei einem Regionalflughafen nicht. "Ein Flughafen denkt in Dekaden. Wir sind kein DAX-Unternehmen, dass jedes Vierteljahr an der Börse gemessen wird, wir sind Infrastruktur", sagte Muller. Flughäfen seien noch nie die "Cashcows" der Nation gewesen. In der Diskussion um ein nationales Luftfahrkonzept waren die Vorbehalte gegen die Provinz-Airports zuletzt erneut laut geworden. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter etwa sprach davon, die "kostspieligen Regionalflughäfen" könnten im Rahmen eines Konzepts "neu sortiert" werden. Muller und Bunk dagegen sehen ihre Flughäfen nicht in der Existenz bedroht. "Das Konzept wird dazu führen, dass man uns als Alternative wahrnehmen wird. Der Hahn ist der einzige Frachtflughafen in Deutschland, der so gut wie keinen stört", sagte Bunk.
Politik / DEU / Luftfahrt
30.01.2014 · 07:27 Uhr
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