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Regierungschefs beraten Finanzfrage auf G-8-Gipfel

Huntsville (dts) - Im kanadischen Huntsville beginnt heute das Gipfeltreffen der führenden Industriestaaten und Russland (G8). Dabei wird vor allem die Frage nach dem Umgang mit der Wirtschaftskrise im Vordergrund stehen. Die Regierungschefs von Deutschland, Kanada, den USA, Japan, Frankreich, Italien, Großbritannien und Russland werden darüber beraten, ob angesichts der wachsenden Staatsschulden mehrerer Länder gespart oder weitere Schulden aufgenommen werden sollten. Ein Einigung ist bislang noch nicht abzusehen. So hatte US-Präsident Barack Obama erst kürzlich angemahnt, dass die Sparvorgaben der deutschen Regierung das Wirtschaftswachstum behindern. Berlin wiederum hatte argumentiert, den Staatshaushalt stabilisieren zu müssen, bevor man weiter in die Wirtschaft investieren könne. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat sich indes gegen die Vorwürfe gegen Europa gewehrt. "Die gesamtstaatliche Verschuldung der Euro-Zone ist niedriger als die Japans oder der USA", so Barroso. Indirekte Kritik brachte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy gegen China an: ""Es kann nicht sein, dass einige Länder vom weltweiten Handel profitieren und gleichzeitig Regeln für Investitionen und geistiges Eigentum manipuliert sind". Im Anschluss an den G8-Gipfel werden Vertreter der führenden Industrie- und Schwellenländer ab morgen in Toronto zum G-20-Gipfel zusammentreffen.
Kanada / Weltpolitik / Wirtschaftskrise
25.06.2010 · 09:38 Uhr
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