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Regierung prüft schärfere Regeln im Frachtverkehr

LuftfrachtcontainerGroßansicht

Berlin (dpa) - Als Konsequenz aus den vereitelten Paketbomben-Anschlägen in den USA prüft die Bundesregierung eine Verschärfung bei der Kontrolle von Luftfracht.

Dazu wurde ein Arbeitsstab von Auswärtigem Amt, Verkehrs- und Innenministerium sowie den Sicherheitsbehörden eingerichtet.

Geprüft werde ein Verbot von Frachtlieferungen nicht nur aus dem Jemen, sondern auch aus anderen Ländern, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es werde ein EU-weites Vorgehen zusammen mit dem USA angestrebt. Am Montag beriet auch Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) mit den zuständigen Ministerien über Konsequenzen.

Die Regierung wies Darstellungen zurück, dass die Behörden von den Vorgängen überrascht worden seien. «Der Frachtverkehr ist immer Gegenstand von Kontrollen gewesen», sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Informationen seien in diesem Fall «unglaublich schnell» weitergegeben und bearbeitet worden.

Auch Seibert betonte: «Es gibt da keine Überraschungen.» Der Frachtverkehr sei aber nicht so leicht in den Griff zu bekommen wie der Personenverkehr.

Eines der für die USA bestimmten Sprengstoffpakete war über den Flughafen Köln/Bonn nach Großbritannien geschickt worden. US-Ermittler vermuten den mutmaßlichen Al-Kaida-Terroristen Ibrahim Hassan al-Asiri hinter den Attentatsplänen.

In der Bundesrepublik, Großbritannien, den USA und Frankreich wurde als Konsequenz aus den Bombenfunden vom Freitag der gesamte Luftfrachtverkehr aus dem Jemen gestoppt.

Terrorismus / USA / Großbritannien / Deutschland
01.11.2010 · 12:21 Uhr
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